Xamarin Developer Day 2017 Recap

Quelle: GitHub.com

Am 8.September luden nebst der örtlichen Xamarin Community auch die Microsoft GmbH zum diesjährigen Xamarin Developer Day in das #OfficemitWindows nach Schwabing ein. Während dieser Veranstaltung konnte man sich gemeinsam einen Tag lang um, das vor wenigen Jahren aufgekaufte Xamarin als auch ebenso über Azure austauschen, kennenlernen, fortbilden und neue Kontakte innerhalb der Community als auch zu Microsoft knüpfen.

Eine vollgepackte Agenda

Vorstellung

Der Tag begann mit einer herzlichen Begrüßung in englischer Sprache durch die Organisatoren und Speaker des Developer Days. So eröffnete Sven-Michael Stübe (@stuebe2k14, Blog) von der Zühlke Engineering GmbH zusammen mit Robin-Manuel Thiel (@robinmanuelt, Blog) von Microsoft Deutschland die Veranstaltung mit der Vorstellung der Agenda als auch den restlichen Vortragenden.

Einführung in Xamarin (Forms) In einer allgemeinen Einführung (alle Slides) führten Sven-Michael und Adrian Seceleanu (@secelead) von der RE’FLEKT GmbH anschließend in die Thematik Xamarin und den dahinterliegenden Ideen und Architekturen ein. Bereits hierbei wurde durch den tiefen, technischen Einstieg klar, dass es sich bei dem Xamarin Developer Day nicht um eine reine Werbeveranstaltung für das mobile Ökosystem von Microsoft handelt, sondern alle Inhalte in den verschiedenen Sessions auf langjährige Erfahrung und einen weitreichenden Kenntnisstand der Technologien gefußt waren.

Neben der abstrakten Idee hinter Xamarin wurde während des Vortrags auch auf die vollständige API-Coverage, sprich jede native iOS- und Android-API Methode lässt sich auf Xamarin abbilden, als auch auf die verschiedenen Möglichkeiten der Oberflächenentwicklung eingegangen.

Völlig transparent und offen wurden ebenfalls Grafiken vorgestellt, in denen abzulesen war, inwiefern bei plattformübergreifenden Programmen wie iCircuit oder Touch Draw das viel beworbene „Write Once, Run Anywhere“ angewendet werden konnte. Je nach Anwendungsart waren hier von 61% – bis zu 90% an gemeinsamen Quelltextfragmenten möglich.

Dies ist in der Hinsicht sehr beachtlich, da Xamarin neben iOS und Android in vielen Versionen auch unter anderem auf Betriebssysteme wie watchOS, Android Wear, Amazon Fire OS, Samsung Tizen inklusive deren nativen Oberflächenkomponenten unterstützen wird oder bereits schon unterstützt.

Gegeben durch das Motto „Run anywhere“ lässt sich mit Xamarin nicht nur auf Windows PCs kostenlos mit Visual Studio Community entwickeln, sondern auch auf dem Mac mit dem kürzlich umbenannten Visual Studio for Mac – ehemals Xamarin Studio – nutzen.

Neben den jeweils plattformeigenen Oberflächengestaltungswerkzeugen wie Storyboards unter iOS oder xml-Dateien für Android existiert seit mit Xamarin auch die Möglichkeit mittels Xamarin.Forms auch die Oberflächenentwicklung unabhängig des Zielbetriebssystems zu realisieren. Hierbei werden die jeweiligen Ansichten der Applikation mit, ähnlich zu UWP-Apps bekannte XAML-Dateien erstellt. Dies ermöglicht noch mehr geteilten Quelltext zwischen den einzelnen App Varianten.

Am Ende hatte man die Chance mittels eines schnellen Quiz auf Xamarin und Einhorn-Shirts. Leider nur in allzu großen Größen *schnief*.

Pizza Time – Socializing mit den Experten

Dank der großzügigen Unterstützung durch Sponsoren war für reichlich Pizza gesorgt. Um genau zu sein: Es waren 65 wohlduftende und sehr leckere Pizzen notwendig, um die hungrige Community satt zu bekommen.

Während dieser Mittagspause konnte man sich ungezwungen unterhalten und durch lockere Gespräche neue Bekanntschaften knüpfen beziehungsweise praktische Erfahrungswerte mit Gleichgesinnten austauschen. Ebenfalls waren die Experten von Microsoft und natürlich alle Speaker für ein Plausch offen und bemühten sich auch Anfängerfragen hilfreich zu beantworten. Nebst Manuel-Robin Thiel schaute auch Manu Rink (@codeprincess, Blog) von Microsoft vorbei und gab beim vergnüglichen Lunch ihre Expertisen zum Besten.

Azure von Hobby bis Enterprise ist alles möglich

Nach der wohlverdienten Stärkung zeigte Robin-Manuel Thiel erst an einem ganz kleinen Beispiel und zum Schluss schließlich an einem sehr ausladenden Setup was alles mit Microsoft Azure (Slides) möglich ist.

Hierbei wurde anhand eines kleinen App Services, welcher dank einer schmalbrüstigen dafür kostenfreien Version auch für Hobby und Communityprojekte geeignet ist, das Azure Portal und dessen Möglichkeiten vorgestellt. Nach einer Demonstration einer Datenbank inklusive Synchronisation, deren Daten mittels des Azure SDKs in jeweils eine iOS und Android App, wurde eine komplexere, global skalierende App Infrastruktur auf Basis von diversen, weltweit verteilten Azure Diensten und Instanzen vorgestellt.

Robin-Manuel verstand es die Sorgen einiger Anwesenden in Bezug auf Kostenexplosion der Cloud zu nehmen. So muss explizit im Azure Portal ein Hacken gesetzt sein, dass eine Kreditkarte belastet wird und wenn ja für wieviel maximal.

Expertenvortrag zu App Testing oder Xamarin & Azure HandsOn

Anschließend konnten sich die Anwesenden entscheiden ob sie eher einen Expertenvortrag zum Thema App Testing, unter anderem mit der Xamarin Test Cloud, besuchen möchten oder an einem freien HandsOn an einer vorgegeben Xamarin App mit Azure-Anbindung. Nach Gesprächen mit Teilnehmen beider Tracks wurden beide Teile als sehr empfehlenswert und lehrreich bewertet.

Ab 16 Uhr begann die Abreise, wobei vereinzelte Grüppchen sich noch länger unterhielten, mit den Experten fachsimpelten oder einfach sich über die neu geknüpften Kontakte freuten.

Persönliches Fazit

Für mich persönlich war es der erste Xamarin Developer Day als auch mein erstes Event bei Microsoft direkt. Meine anfängliche Skepsis, dass es sich hierbei mehr um ein PR-Event als um eine technische Veranstaltung handeln würde, hat sich zum Glück sehr schnell verflüchtigt. Mir hat sehr die Offenheit auch über etwaige Problempunkte des Produktportfolios gefallen als auch generell der Mix der Anwesenden. Es war eine funktionierende Mischung angefangen vom anzugtragenden IT-Manager bis hin zum wissbegierigen Studenten, welche eine Vielzahl an neuen Denkanstößen als auch spannenden Diskussionen mit sich brachte.

Mir hat das Event insofern was gebracht, da ich Berührungsängste und manche Vorurteile gegenüber Xamarin als auch Azure verloren habe. Ich werde versuchen, die angesprochenen Themen für verschiedene Anwendungsszenarien zu evaluieren, um mir ein noch tiefgreifenderen Blick über die Thematik Xamarin und Azure zu verschaffen. Dies ist leicht über einen 30-tägigen Testzugang als auch über ein monatliches Freiguthaben als Bestandteil des „Visual Studio Dev Essentials“ Programm möglich.

Schlussendlich bleibt mir nur „Vielen Dank“ an die Organisatoren und Microsoft zu sagen. Es war eine gelungene Veranstaltung und ich freu mich schon auf 2018!

#communityrocks #xamarindevdays

Sämtlicher Bilder in diesem Artikel stammen entweder aus Slides („Introduction to Xamarin„, „Cross-Platform Native User Interfaces with Xamarin.Forms„) zum Event welche auf Github einsehbar sind oder direkt vom Autor.

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